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Erfah­rung, die sich in Ergeb­nis­sen zeigt.

Erfah­rung, die sich in Ergeb­nis­sen zeigt.

Wir bera­ten und ver­tre­ten Unter­neh­men und Pri­vat­per­so­nen bei anspruchs­vol­len recht­li­chen und wirt­schaft­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen – außer­ge­richt­lich, vor deut­schen Gerich­ten und auf euro­päi­scher Ebe­ne.

Unse­re Refe­ren­zen geben einen Ein­blick in aus­ge­wähl­te Man­da­te, Ver­fah­ren und recht­li­che Her­aus­for­de­run­gen, bei denen wir die Inter­es­sen unse­rer Man­dan­ten erfolg­reich ver­tre­ten haben.

Aus­wahl unse­rer Refe­ren­zen

Als berufs­er­fah­re­ne Rechts­an­wäl­te ver­fü­gen wir sowohl in der Ver­trags­ge­stal­tung als auch in der außer­ge­richt­li­chen und gericht­li­chen Inter­es­sen­ver­tre­tung über umfas­sen­de Erfah­rung. Unse­re Tätig­keit reicht dabei bis zu Ver­fah­ren und juris­ti­schen Erfol­gen vor dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on.

Urhe­ber­recht | Comics & Nach­dru­cke

Unter­las­sungs­an­spruch wegen Nach­drucks einer MOSA­IK-Comic-Geschich­te erfolg­reich durch­ge­setzt

Land­ge­richt Ros­tock

Urteil des Land­ge­richts Ros­tock vom 30.09.2025 | Az. 3 O 650/23

Man­dant: Comic­zeich­ner und Urhe­ber einer nicht ver­öf­fent­lich­ten MOSA­IK-Hom­mage
Ver­fah­ren: Kla­ge vor dem Land­ge­richt Ros­tock
Ergeb­nis: Voll­um­fäng­li­che Ver­ur­tei­lung zur Unter­las­sung des Ver­triebs und Ange­bots von Nach­dru­cken

Aus­gangs­la­ge

Ein Comic­zeich­ner hat­te im Jahr 1990 die soge­nann­te „Null­num­mer des MOSAIK – Die Geburt der Dige­dags“ geschaf­fen. Dabei han­del­te es sich um eine fik­ti­ve Comic-Geschich­te auf elf Ein­zel­sei­ten als Hom­mage an den Schöp­fer der Figu­ren Dig, Dag und Dige­dag aus der bekann­ten MOSA­IK-Comic­rei­he. Das Werk wur­de nie offi­zi­ell ver­öf­fent­licht, son­dern ledig­lich im Rah­men einer Aus­stel­lung gezeigt. Jah­re spä­ter tauch­ten inner­halb einer Samm­ler- und Fan-Com­mu­ni­ty Nach­dru­cke die­ser Comic-Geschich­te auf. Der Beklag­te, selbst akti­ver Samm­ler, bot einem ande­ren Samm­ler an, nach­ge­druck­te Exem­pla­re der „Null­num­mer“ gegen Pro­vi­si­on zu ver­kau­fen.

Der Streit­punkt

Im Mit­tel­punkt des Ver­fah­rens stand die Fra­ge, ob bereits das Anbie­ten der nach­ge­druck­ten Comic-Hef­te gegen­über einem Drit­ten eine Ver­let­zung des Ver­brei­tungs­rechts nach § 17 UrhG dar­stellt. Dabei war ins­be­son­de­re zu klä­ren, ob der Umstand, dass der Urhe­ber die Comic­sei­ten zuvor zum pri­va­ten Down­load zur Ver­fü­gung gestellt hat­te, den Nach­druck und das ent­gelt­li­che Anbie­ten gedruck­ter Exem­pla­re recht­fer­ti­gen konn­te.

Unser Vor­ge­hen

Wir mach­ten für unse­ren Man­dan­ten einen urhe­ber­recht­li­chen Unter­las­sungs­an­spruch gel­tend und gin­gen gegen das Anbie­ten und den geplan­ten Ver­trieb der nach­ge­druck­ten Exem­pla­re vor.

Das Ergeb­nis

Das Land­ge­richt Ros­tock gab der Kla­ge mit Urteil vom 30.09.2025, Az. 3 O 650/23, voll­um­fäng­lich statt.

Der Beklag­te wur­de ver­ur­teilt, Nach­dru­cke der „Null­num­mer“ weder zu ver­brei­ten noch zum Ver­kauf anzu­bie­ten. Nach Auf­fas­sung des Gerichts stell­te bereits die Anfra­ge des Beklag­ten an einen Drit­ten, beim Ver­kauf der nach­ge­druck­ten Hef­te auf Kom­mis­si­ons­ba­sis mit­zu­wir­ken, ein öffent­li­ches Anbie­ten im Sin­ne des § 17 UrhG dar. Auch die frü­he­re Bereit­stel­lung der Comic­sei­ten zum pri­va­ten Down­load berech­tig­te nicht dazu, gedruck­te Exem­pla­re her­zu­stel­len und zum Ver­kauf anzu­bie­ten.

Wett­be­werbs­recht | Ener­gie­ver­sor­gung

Ord­nungs­geld erfolg­reich abge­wehrt 

Kam­mer­ge­richt (Ber­lin)

Beschluss vom 24.02.2025  | Az. 5 W 18/25

Man­dan­tin: Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men aus Ber­lin
Ver­fah­ren: Beschwer­de vor dem Kam­mer­ge­richt (KG)
Ergeb­nis: Auf­he­bung des Ord­nungs­geld-Beschlus­ses

Aus­gangs­la­ge

Unse­rer Man­dan­tin war per einst­wei­li­ger Ver­fü­gung unter­sagt wor­den, Wer­be­schrei­ben zu ver­sen­den, in denen sie um Rück­ruf bat und dar­auf hin­wies, dass es um die Strom­ver­sor­gung der Ange­schrie­be­nen gehe. Das Land­ge­richt Ber­lin II war der Auf­fas­sung, dies sug­ge­rie­re unzu­tref­fend, die Strom­ver­sor­gung der Ange­schrie­be­nen sei gefähr­det, wenn sie nicht zurück­rie­fen.

Der Streit­punkt

Nach Erlass der einst­wei­li­gen Ver­fü­gung ver­sand­te unse­re Man­dan­tin ein Wer­be­schrei­ben mit einer geän­der­ten For­mu­lie­rung. Dar­in wur­de deut­lich gemacht, dass sie ein Ange­bot für die Strom­be­lie­fe­rung unter­brei­ten möch­te. Gleich­zei­tig wur­de wei­ter­hin dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es um die Strom­ver­sor­gung der Ange­schrie­be­nen gehe. Ein Wett­be­wer­ber bean­trag­te dar­auf­hin die Ver­hän­gung eines Ord­nungs­gel­des. Das Land­ge­richt Ber­lin II gab dem Antrag statt und wer­te­te das Schrei­ben als kern­glei­che Ver­let­zungs­hand­lung.

Unser Vor­ge­hen

Gegen den Ord­nungs­geld-Beschluss leg­ten wir für unse­re Man­dan­tin Beschwer­de beim Kam­mer­ge­richt (KG) ein.

Das Ergeb­nis

Das Kam­mer­ge­richt folg­te unse­rer Rechts­auf­fas­sung und hob den Ord­nungs­geld-Beschluss des Land­ge­richts Ber­lin II gegen unse­re Man­dan­tin auf.

Arbeits­recht | Home­of­fice

Erfolg vor dem Bun­des­ar­beits­ge­richt

Bun­des­ar­beits­ge­richt

Beschluss vom 19.06.2024 | Az. 5 AZN 845/23

Man­dant: Arbeit­neh­mer im Streit um eine Home­of­fice-Ver­ein­ba­rung
Ver­fah­ren: Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de vor dem Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG)
Ergeb­nis: Auf­he­bung des Urteils und Zurück­ver­wei­sung an das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin

Aus­gangs­la­ge

Wir ver­tra­ten unse­ren Man­dan­ten in einem arbeits­recht­li­chen Ver­fah­ren um das Recht, im Home­of­fice arbei­ten zu dür­fen. Die Kla­ge war in zwei­ter Instanz vom Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin (LAG Ber­lin) abge­wie­sen wor­den, ohne die von uns als Nach­weis für das Zustan­de­kom­men einer Ver­ein­ba­rung ange­bo­te­nen Zeu­gen anzu­hö­ren.

Der Streit­punkt

Aus unse­rer Sicht ver­letz­te die unter­blie­be­ne Anhö­rung der ange­bo­te­nen Zeu­gen das Recht unse­res Man­dan­ten auf recht­li­ches Gehör.

Unser Vor­ge­hen

Wir rüg­ten die­ses Vor­ge­hen vor dem Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) mit einer Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de.

Das Ergeb­nis

Das Bun­des­ar­beits­ge­richt gab uns recht und bestä­tig­te, dass das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin das recht­li­che Gehör unse­res Man­dan­ten ver­letzt hat­te. Das BAG hob das Urteil auf und ver­wies das Ver­fah­ren zur erneu­ten Ver­hand­lung an eine ande­re Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts Ber­lin zurück.

Ener­gie­recht | Strom­lie­fer­ver­trag

Son­der­kün­di­gung eines Strom­lie­fe­rungs­ver­trags erfolg­reich abge­wehrt

Land­ge­richt Stutt­gart

Urteil vom 15.02.2024 | Az. 51 O 157/23 

Man­dan­tin: Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men aus Ber­lin
Ver­fah­ren: Kla­ge vor dem Land­ge­richt Stutt­gart
Ergeb­nis: Bestä­ti­gung unse­rer Rechts­auf­fas­sung zur Frist einer Son­der­kün­di­gung nach § 41 Abs. 5 Satz 4 EnWG

Aus­gangs­la­ge

Ein Kun­de unse­rer Man­dan­tin woll­te Rech­te aus der Son­der­kün­di­gung sei­nes Strom­lie­fe­rungs­ver­trags her­lei­ten. Streit­ent­schei­dend war dabei die Fra­ge, bis zu wel­chem Zeit­punkt eine Son­der­kün­di­gung im Zusam­men­hang mit einer Preis­er­hö­hung wirk­sam erklärt wer­den kann.

Der Streit­punkt

Zu klä­ren war ins­be­son­de­re, ob sich der letzt­mög­li­che Kün­di­gungs­zeit­punkt ver­schiebt, wenn die tat­säch­li­che Belie­fe­rung mit Strom erst nach dem Wirk­sam­wer­den der ange­kün­dig­ten Preis­er­hö­hung beginnt.

Unser Vor­ge­hen

Wir ver­tra­ten für unse­re Man­dan­tin die Rechts­auf­fas­sung, dass eine Son­der­kün­di­gung nach § 41 Abs. 5 Satz 4 Ener­gie­wirt­schafts­ge­setz (EnWG) spä­tes­tens bis zum Wirk­sam­wer­den der Preis­er­hö­hung erfol­gen muss.

Das Ergeb­nis

Das Land­ge­richt Stutt­gart bestä­tig­te mit Urteil vom 15.02.2024 unse­re Rechts­auf­fas­sung und wies die Kla­ge des Kun­den ab. Der spä­te­re Beginn der tat­säch­li­chen Strom­be­lie­fe­rung ändert danach nichts am maß­geb­li­chen Kün­di­gungs­zeit­punkt. Der letzt­mög­li­che Zeit­punkt für die Son­der­kün­di­gung ver­schiebt sich nicht auf den spä­te­ren Lie­fe­rungs­be­ginn.

Medi­en­recht | Sozia­le Netz­wer­ke

Erfolg­rei­che Frei­schal­tung eines gesperr­ten Lin­ke­dIn-Kon­tos

Kam­mer­ge­richt (Ber­lin)

Beschluss vom 20.02.2023 | Az. 10 W 85/22

Man­dant: Part­ner mit gesperr­tem Netz­werk­zu­gang
Ver­fah­ren: Einst­wei­li­ge Ver­fü­gung vor dem Kam­mer­ge­richt Ber­lin
Ergeb­nis: Frei­schal­tung des Netz­werk­zu­gangs und Wie­der­ein­stel­lung des gelösch­ten Bei­trags

Aus­gangs­la­ge

Lin­ke­dIn hat­te den Netz­werk­zu­gang eines Part­ners wegen angeb­li­cher Falsch­in­for­ma­ti­on gesperrt und einen von ihm ver­öf­fent­lich­ten Bei­trag gelöscht. Gegen­stand des Bei­trags war eine peer-review­te Stu­die von Dr. Peter Doshi, die sich mit dem Ver­hält­nis zwi­schen dem Risi­ko schwer­wie­gen­der Neben­wir­kun­gen einer mRNA-Imp­fung gegen Covid-19 und dem Risi­ko einer Hos­pi­ta­li­sie­rung infol­ge einer Covid-19-Infek­ti­on aus­ein­an­der­setz­te.

Der Streit­punkt

Im Mit­tel­punkt des Ver­fah­rens stand die Fra­ge, ob die Sper­rung des Netz­werk­zu­gangs und die Löschung des Bei­trags durch Lin­ke­dIn recht­mä­ßig waren.

Unser Vor­ge­hen

Wir gin­gen im Wege des einst­wei­li­gen Rechts­schut­zes gegen die Sper­rung des Netz­werk­zu­gangs und die Löschung des Bei­trags vor.

Das Ergeb­nis

Mit Beschluss vom 20.02.2023 ver­pflich­te­te das Kam­mer­ge­richt Ber­lin Lin­ke­dIn zur Frei­schal­tung des gesperr­ten Netz­werk­zu­gangs und zur Wie­der­ein­stel­lung des gelösch­ten Bei­trags.

Das Kam­mer­ge­richt begrün­de­te die Rechts­wid­rig­keit des Vor­ge­hens unter ande­rem damit, dass bereits die AGB des Netz­werks kein aus­rei­chen­des Ver­fah­ren zur Gegen­dar­stel­lung vor­sa­hen und damit kei­ne hin­rei­chen­de Über­prü­fung angeb­li­cher Falsch­in­for­ma­tio­nen gewähr­leis­tet war.

Bank­recht | Wider­rufs­recht

Erfolg vor dem Euro­päi­schen Gerichts­hof

Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on

Urteil vom 26.03.2020 | Az. C‑66/19 

Ver­fah­ren: Vor­ab­ent­schei­dungs­ver­fah­ren vor dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on (EuGH)
Aus­gangs­punkt: Vor­la­ge durch das Land­ge­richt Saar­brü­cken auf unse­ren Antrag
Ergeb­nis: Bestä­ti­gung unse­rer Rechts­auf­fas­sung durch den EuGH

Aus­gangs­la­ge

Im Mit­tel­punkt des Ver­fah­rens stand die Fra­ge, ob die deut­sche Mus­ter­wi­der­rufs­be­leh­rung mit den euro­pa­recht­li­chen Anfor­de­run­gen an Klar­heit und Prä­gnanz ver­ein­bar ist.

Der Streit­punkt

Zu klä­ren war, ob die in Deutsch­land ver­wen­de­te Mus­ter­wi­der­rufs­be­leh­rung gegen euro­päi­sches Recht ver­stößt und Ver­brau­cher aus­rei­chend klar und ver­ständ­lich über ihr Wider­rufs­recht infor­miert.

Unser Vor­ge­hen

Auf unse­ren Antrag hin leg­te das Land­ge­richt Saar­brü­cken die­se Rechts­fra­ge dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on (EuGH) zur Ent­schei­dung vor.

Das Ergeb­nis

Mit Urteil vom 26.03.2020 bestä­tig­te der EuGH unse­re Rechts­auf­fas­sung und stell­te fest, dass die deut­sche Mus­ter­wi­der­rufs­be­leh­rung den euro­pa­recht­li­chen Anfor­de­run­gen an Klar­heit und Prä­gnanz nicht genüg­te.

Die Ent­schei­dung bedeu­te­te zugleich, dass die bis dahin vom Bun­des­ge­richts­hof in einer Viel­zahl ent­spre­chen­der Fäl­le ver­tre­te­ne Rechts­auf­fas­sung nicht mit den uni­ons­recht­li­chen Vor­ga­ben ver­ein­bar war.